Indikativ Präsens: Nach einer Nacht-Session mit seinem Schüler aus Sydney glotzt der Deutschcoach um halb sieben morgens auf den Berliner Sonnenaufgang, als hätte er ihn noch nie gesehen.
Indikativ Perfekt: Auf Bali hat der Globetrotter stundenlang auf die Wellen geglotzt, bis ihm der Barista am Strand einen Matcha Latte mit Hafermilch hingestellt und ihn wieder in die Realität geholt hat.
Indikativ Präteritum: Als kleiner Junge in Berlin glotzte Bettys Urenkel jeden Abend so lange auf den Fernsehschirm, bis Anna das Gerät einfach aus der Steckdose zog.
Indikativ Plusquamperfekt: Bevor Lara ihn nach dem ersten Treffen stehen ließ, hatte Tim so verliebt auf sein Handy geglotzt, dass er seinen Veggie-Döner komplett vergessen hatte.
Indikativ Futur 1: Wenn der Postkartensammler irgendwann in St. Moritz ankommt, wird er garantiert eine halbe Stunde auf die verschneiten Gipfel glotzen, bevor er auch nur an Skifahren denkt.
Indikativ Futur 2: Bis die Schüler aus Buenos Aires ihre erste Stunde mit dem Berliner Coach beendet haben, werden sie wohl fassungslos auf seine wilde Postkartensammlung geglotzt haben.
Konjunktiv I Präsens: Anna berichtet Betty am Telefon, ihr Sohn glotze in Ruanda seit Stunden auf die Berggorillas, anstatt auch mal ein anständiges Foto zu machen.
Konjunktiv I Perfekt: Ein Mitreisender im Schwarzwald erzählt, Tim habe die ganze Wanderung auf seinen Podcast-Player geglotzt und sei dabei beinahe in einen Bach gefallen.
Konjunktiv I Futur 1: Betty ist überzeugt, ihr Urenkel werde in Sydney auch erst einmal reglos auf den Hafen glotzen, ehe er die erste Postkarte aus der Stadt verschicke.
Konjunktiv I Futur 2: Der Schüler aus Toronto vermutet, der Berliner Coach werde beim Karneval in Rio so lange auf die Sambatänzerinnen geglotzt haben, dass er seine Rückflugzeit glatt verpasst.
Konjunktiv II Präteritum: Wäre die Unterkunft in Basel nicht so öde gewesen, würde Tim wohl nicht jeden Abend so verbissen auf sein Handy glotzen, um irgendwo in der Welt ein bisschen Chaos zu finden.
Konjunktiv II Plusquamperfekt: Hätte Lara ihn nicht so plötzlich verlassen, hätte der Deutschtrainer damals nicht wochenlang fassungslos auf ihr leeres Instagram-Profil geglotzt.
Konjunktiv II Futur 1: Ohne die Sieben-Uhr-Stunde mit dem Schüler in Sydney würde die Nachteule mit dem Matcha Latte vermutlich noch bis zehn auf die Decke glotzen, ohne auch nur einen Gedanken an Arbeit zu verschwenden.
Konjunktiv II Futur 2: Wäre Tim damals in Berlin geblieben, würde er wohl niemals so verzückt auf den Indischen Ozean geglotzt haben wie in jener ersten Nacht in Goa.
Imperativ Präsens: »Glotzt nicht so auf eure Handys«, sagt Tim seinen Schülern aus Seoul und Tokio, während er selbst unter dem Tisch heimlich sein eigenes Display checkt.
Partizip Perfekt: Stundenlang auf Rilkes gesammelte Gedichte geglotzt, bemerkt der Nachtschwärmer aus Berlin erst um Mitternacht, dass sein Proteinshake längst warm geworden ist.
Partizip Präsens: Wie gebannt auf die Postkarte aus Tibet glotzend, die Lara ihm doch noch geschickt hat, vergisst der Globetrotter für einen Moment sogar seinen Matcha Latte.
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