Indikativ Präsens: Bettys Urenkel weiß, dass sein Ruf als Tollpatsch bei Frauen ihn mit einem Image behaftet, das er in Seoul genauso wenig loswird wie in Berlin.
Indikativ Perfekt: Die Zeit in Basel hat den Globetrotter mit einem tiefen Misstrauen gegenüber allzu aufgeräumten Städten behaftet, das er bis heute nicht abgeschüttelt hat.
Indikativ Präteritum: Als Lara ihn nach dem ersten Treffen sitzen ließ, behaftete diese Niederlage den sonst so extraverten Deutschcoach noch Monate lang mit einer stillen Melancholie.
Indikativ Plusquamperfekt: Bevor Anna eine neue Stelle in Basel annahm, hatte das Aufwachsen neben dem großen Park den jungen Tim mit einer unstillbaren Sehnsucht nach Weite behaftet.
Indikativ Futur 1: Das Brandenbutt Hotel wird den Postkartensammler sein Leben lang mit dem Ruf behaften, der verwöhnte Urenkel einer Berliner Hotellegende zu sein.
Indikativ Futur 2: Bis der Influencer endlich in Kapstadt oder Sydney ankommt, wird ihn die Geschichte mit Lara längst mit dem Etikett des ewig Wartenden behaftet haben.
Konjunktiv I Präsens: Anna sagt ihren Freundinnen in Basel, das Dauer-Reisen behaftet ihren Sohn mit einem Nimbus von Freiheit, der andere junge Leute glatt neidisch mache.
Konjunktiv I Perfekt: Ein Schüler aus Buenos Aires berichtet in einem Forum, der Berliner Coach habe seinen Unterricht mit so viel echtem Berliner Chaos behaftet, dass er anfangs kaum ein Wort verstanden habe.
Konjunktiv I Futur 1: Betty vermutet, das Skifahren in St. Moritz werde ihren Urenkel mit einem neuen Tick behaften — und sie bezahle den Skikurs trotzdem.
Konjunktiv I Futur 2: Die Schülerin aus Sydney schreibt in ihrer Rezension, Tims Begeisterung für Rilke und Trakl werde seine Stunden wohl für immer mit einem lyrischen Unterton behaftet haben — was sie charmant finde.
Konjunktiv II Präteritum: Wäre Tim in Basel geblieben, würde die Schweizer Ordentlichkeit ihn noch heute mit einem spießigen Image behaften, das er in Neukölln nie loswäre.
Konjunktiv II Plusquamperfekt: Hätte Betty das Brandenbutt Hotel nie geführt, hätte sie Tims Kindheit nicht mit jenem Hauch von Grandezza behaftet, der ihn bis heute davon abhält, in Billighotels zu schlafen.
Konjunktiv II Futur 1: Ohne Goethe-Motto und Rilke-Lektüre würde den Deutschtrainer wohl niemand mit einem so ernsthaft literarischen Ruf behaften — und er würde das heimlich vermissen.
Konjunktiv II Futur 2: Wäre Tim nie nach Ruanda zu den Berggorillas gereist, würde ihn das Bild dieser Reise wohl nie mit jenem stillen Respekt vor der Natur behaftet haben, über den er heute in seinen Videos spricht.
Imperativ Präsens: »Behaften Sie Ihre Lernenden nicht mit Schubladen«, erklärt die Nachteule mit dem Matcha Latte beim Online-Workshop, »sonst lernen sie gar nichts mehr.«
Partizip Perfekt: Mit dem Ruf des ewigen Nomaden behaftet, wundert sich der Postkartensammler selbst manchmal, wie wenig ihn das stört.
Partizip Präsens: Jede neue Stadt ihn mit einem weiteren Klischee behaftend, stapeln sich in Tims Kopf die Bilder von Bali, Rio und der Ostsee zu einem bunten, kaum entwirrbaren Reisemosaik.
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