Indikativ Präsens: Mit Fotos vom Surfbrett in Bali und Kurzvideos aus Karneval in Rio prollt der Influencer auf seinem Kanal manchmal mehr, als ihm selbst lieb ist.
Indikativ Perfekt: Als Tim das erste Mal vor seinen Schülern aus Seoul erwähnte, dass Betty das legendäre Brandenbutt Hotel geführt hat, hat er ein kleines bisschen geprollt — und es hinterher bereut.
Indikativ Präteritum: Beim Oktoberfest in Hannover prollt der Globetrotter vor einem Tisch voller Fremder mit seiner Postkarte aus Ruanda und erntete zunächst nur höfliches Schweigen.
Indikativ Plusquamperfekt: Bevor Lara ihn nach dem ersten Treffen stehen ließ, hatte Bettys Urenkel ausgiebig mit seiner Reiseroute geprollt — was rückblickend keine besonders gute Strategie war.
Indikativ Futur 1: Wenn Tim endlich in St. Moritz Ski fährt, wird er vor seinen Schülern in Buenos Aires damit prollen und mindestens zehn Fotos auf einmal posten.
Indikativ Futur 2: Bis der Postkartensammler Sydney endlich besucht hat, wird er mit seiner Sammlung aus allen Kontinenten so oft geprollt haben, dass selbst Betty nur noch müde lächelt.
Konjunktiv I Präsens: Anna sagt ihren Freundinnen in Basel, ihr Sohn prolle zwar manchmal mit seinen Reisefotos, aber im Grunde meine er es nicht böse.
Konjunktiv I Perfekt: Ein Schüler aus Toronto berichtet in der Gruppe, Tim habe in der letzten Stunde ein wenig mit seinen Berggorilla-Fotos aus Ruanda geprollt, dann aber sofort erklärt, wie man »angeben« auf Deutsch sagt.
Konjunktiv I Futur 1: Betty meint grinsend, ihr Urenkel werde auf jedem Berggipfel in St. Moritz mit seiner Postkartenstapel-App prollen und die halbe Skipiste damit nerven.
Konjunktiv I Futur 2: Der Barista an der Ecke ist überzeugt, Tim werde bis Ende des Jahres mit mindestens einem Foto aus Kapstadt geprollt haben — und dann sofort weiterreisen.
Konjunktiv II Präteritum: Ohne Bettys großzügige Unterstützung würde der Deutschcoach kaum so entspannt mit sieben besuchten Kontinenten prollen — er wüsste das selbst am besten.
Konjunktiv II Plusquamperfekt: Hätte Lara ihn damals nicht so abrupt sitzen lassen, hätte Tim auf ihrem gemeinsamen ersten Date sicher nicht so ausdauernd mit seinen Schwarzwald-Wanderfotos geprollt.
Konjunktiv II Futur 1: Wäre die Nachteule mit dem Matcha Latte ein bisschen weniger extrovertiert, würde sie auf Instagram kaum so ungeniert mit dem Veggie-Döner aus Neukölln prollen.
Konjunktiv II Futur 2: Wäre Tim je wirklich in Basel sesshaft geblieben, würde er heute wohl kaum mit Surfvideos aus Goa und Postkarten aus Tokio geprollt haben — der Schweizer Ordnungssinn hätte ihn gebremst.
Imperativ Präsens: »Proll ruhig mit deiner Berliner Kindheit«, sagt die Schülerin aus Tokio grinsend zu Tim, »aber erklär mir bitte zuerst, was das Wort überhaupt bedeutet.«
Partizip Perfekt: Von seinen Mitreisenden im Schwarzwald dafür leicht belächelt, dass er mit seiner Brandenbutt-Familiengeschichte geprollt hatte, steckte der Globetrotter die Postkarten still in den Rucksack.
Partizip Präsens: Ungeniert mit seinen Gorilla-Fotos aus Ruanda prolllend, bemerkt der Deutschtrainer gar nicht, dass sein Schüler aus Sydney längst den Bildschirm ausgeschaltet hat.
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