Indikativ Präsens: Jeden Abend auf dem Balkon in Bali kuckt der Globetrotter auf das Meer und überlegt, welche Postkarte er als nächste schreiben soll.
Indikativ Perfekt: Bettys Urenkel hat »Berlin Calling« in seiner kleinen Airbnb-Wohnung in Goa so oft gekuckt, dass er jeden Dialog mitsprechen kann.
Indikativ Präteritum: Als der Karneval in Rio endlich losging, kuckte Tim stundenlang auf die bunten Kostüme und vergaß dabei vollständig, ein Video zu posten.
Indikativ Plusquamperfekt: Bevor Annas Sohn das Flugzeug nach Ruanda bestieg, hatte er so lange auf Fotos von Berggorillas gekuckt, dass er kaum noch schlafen konnte.
Indikativ Futur 1: Beim nächsten Heimweh-Abend irgendwo zwischen Sydney und Seoul wird die Nachteule mit dem Matcha Latte wieder stundenlang auf seinen Lieblings-Berliner-Kiez kucken.
Indikativ Futur 2: Bis der Postkartensammler irgendwann endlich in St. Moritz ankommt, wird er wohl tausendmal auf verschneite Berggipfel-Fotos gekuckt haben.
Konjunktiv I Präsens: Anna erzählt Betty am Telefon, ihr Sohn kucke seit Wochen kaum noch in die Kamera, weil er in Kapstadt gerade viel zu sehr mit dem Surfen beschäftigt sei.
Konjunktiv I Perfekt: Ein Mitreisender im Schwarzwald berichtet, Tim habe so verzückt auf die Nebelschwaden zwischen den Tannen gekuckt, als hätte er noch nie Wald gesehen.
Konjunktiv I Futur 1: Der Barista an der Ecke meint, der Deutschcoach werde nach seiner Rückkehr sicher wieder sehnsüchtig auf die alte Berliner Skyline kucken, sobald er lande.
Konjunktiv I Futur 2: Laras beste Freundin vermutet, sie werde wohl selbst nach dem Tibet-Retreat noch auf jedes Foto gekuckt haben, auf dem Tim und sie zusammen zu sehen sind.
Konjunktiv II Präteritum: Wenn der Influencer weniger auf sein Handy kuckte, würde er beim Veggie-Döner in Neukölln vielleicht endlich mal die Leute um sich herum wahrnehmen.
Konjunktiv II Plusquamperfekt: Hätte Tim vor dem ersten Treffen mit Lara nicht so nervös auf seine zerknitterte Jacke gekuckt, wäre er vielleicht entspannter aufgetreten — und sie wäre geblieben.
Konjunktiv II Futur 1: Ohne Bettys Großzügigkeit würde der Berliner Coach auf Reisen wohl nur noch neidisch auf teure Hotelanzeigen kucken, statt selbst in fremden Städten zu übernachten.
Konjunktiv II Futur 2: Wäre Tim in Basel geblieben statt weiterzureisen, würde er heute höchstens auf ordentlich aufgereihte Schweizer Häuserreihen gekuckt haben — und wäre vor Langeweile eingegangen.
Imperativ Präsens: »Kuck mal kurz rüber zur Tafel«, sagt Tim zu seiner Schülerin aus Buenos Aires, während er ihr die Berliner Umgangssprache erklärt.
Partizip Perfekt: Stundenlang auf die Wellen des Indischen Ozeans gekuckt, greift der Deutschtrainer schließlich doch zum Laptop und bereitet die nächste Stunde für Sydney vor.
Partizip Präsens: Neugierig auf jede neue Gasse kuckend, sammelt der Postkartensammler in jedem Viertel Berlins mindestens eine Geschichte, die er seinen Schülern aus Toronto dann stolz weitererzählt.
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