Indikativ Präsens: Der Globetrotter verortet sich selbst weniger in Berlin oder Basel als irgendwo zwischen einem Surfbrett in Bali und einem Veggie-Döner in Neukölln.
Indikativ Perfekt: Nach seiner Rückkehr aus Ruanda hat Tim seine Berggorilla-Fotos geografisch verortet und sie mit kleinen Notizen in sein Reisetagebuch geklebt.
Indikativ Präteritum: Als Annas Sohn als Kind im Park neben ihrer Berliner Wohnung spielte, verortete er sich in der Welt ganz einfach: hier, unter den größten Bäumen.
Indikativ Plusquamperfekt: Bevor der Postkartensammler seinen ersten Kurs an der Online-Sprachschule gab, hatte er sich beruflich noch gar nicht verortet — Hauptsache, die Miete war bezahlt.
Indikativ Futur 1: Bettys Urenkel wird sich irgendwann zwischen Seattle, Kapstadt und Sydney verorten müssen — vorerst bleibt die Antwort: »überall und nirgends«.
Indikativ Futur 2: Wenn der Deutschtrainer endlich in einer dieser Traumstädte ankommt, wird er sich dort längst innerlich verortet haben, noch bevor er das erste Postkartenregal aufstellt.
Konjunktiv I Präsens: Betty sagt ihren Gästen im Brandenbutt Hotel, ihr Urenkel verortete sich als Weltbürger und nicht als Berliner — das habe er wohl von ihr geerbt.
Konjunktiv I Perfekt: Ein Schüler aus Buenos Aires berichtet, Tim habe die Berliner Hip-Hop-Szene in seiner letzten Stunde so präzise verortet, dass er das Gefühl gehabt habe, selbst in Neukölln zu stehen.
Konjunktiv I Futur 1: Anna meint in ihrer Nachricht an Betty, ihr Sohn werde sich eines Tages doch noch in Berlin verorten, spätestens wenn das Heimweh stärker werde als der Fernweh-Podcast.
Konjunktiv I Futur 2: Eine Journalistin, die über Sprachcoaches schreibt, vermutet, Tim werde seine Karriere nach zwanzig Jahren Reisen wohl endgültig in Berlin verortet haben — falls er je zur Ruhe komme.
Konjunktiv II Präteritum: Ohne die Postkarten aus jeder Stadt würde der Influencer seine eigene Reiseroute kaum noch verorten können — das bunte Kartenstapel ist sein einziges Gedächtnis.
Konjunktiv II Plusquamperfekt: Hätte Lara sich aus Tibet gemeldet, hätte Tim ihre Nachricht sofort in seiner Gedankenwelt verortet — irgendwo zwischen Wehmut und dem nächsten Flug.
Konjunktiv II Futur 1: Würde der Berliner Coach »Berlin Calling« nicht jedes Mal beim Heimweh schauen, würde er sich emotional kaum noch in seiner Heimatstadt verorten können.
Konjunktiv II Futur 2: Wäre Tim in Basel geblieben, würde er sich heute wohl nur in sauberen, ordentlichen Koordinaten verortet haben — zu wenig Chaos für den Geist, den Betty ihm mitgegeben hat.
Imperativ Präsens: »Verorten Sie sich ruhig irgendwo zwischen Rilke und Riot-Techno«, sagt der Nachtschwärmer mit dem Matcha Latte seinem Schüler aus Tokio zu Beginn der Stunde.
Partizip Perfekt: Auf seiner Karte an Betty, irgendwo zwischen Ostsee und Schwarzwald verortet, schrieb er mit einem Bleistiftstummel: »Gruß aus dem Niemandsland, bin bald zurück.«
Partizip Präsens: Sich selbst stets neu in der Welt verortend, trägt der Postkartensammler aus Berlin sein Zuhause wie ein Schneckenhaus — in der Tasche, nicht auf der Landkarte.
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