Indikativ Präsens: Nach jeder Landung in einem neuen Hostel koffert der Globetrotter seinen abgewetzten Rucksack erst dann aus, wenn er eine Postkarte für die Sammlung gefunden hat.
Indikativ Perfekt: In seinem kleinen Zimmer in Bali hat Tim seinen Koffer so chaotisch ausgekoffert, dass der Barista an der Ecke zwei Tage später noch eine Socke auf dem Tresen fand.
Indikativ Präteritum: Als Bettys Urenkel nach dem ersten Treffen mit Lara enttäuscht ins Hotel zurückkehrte, kofferte er seinen Rucksack stumm aus und schaute Berlin Calling auf dem Laptop.
Indikativ Plusquamperfekt: Kaum hatte der Deutschtrainer im Brandenbutt Hotel seinen Koffer ausgekoffert, rief Anna aus Basel an und fragte, ob er nicht endlich bleiben wolle.
Indikativ Futur 1: Wenn der Postkartensammler irgendwann in Seattle oder Kapstadt ankommt, wird er seinen Koffer mit derselben freudigen Unordnung auskoffern wie eh und je.
Indikativ Futur 2: Bis die erste Stunde mit seinem Schüler aus Sydney um sechs Uhr früh beginnt, wird Tim seinen Koffer im neuen Hostel längst ausgekoffert haben.
Konjunktiv I Präsens: Anna berichtet ihrer Nachbarin in Basel, ihr Sohn koffere seinen Rucksack in jedem neuen Hotel grundsätzlich erst nach Mitternacht aus.
Konjunktiv I Perfekt: Ein Mitreisender im Schwarzwald erzählt am Lagerfeuer, Tim habe seinen Rucksack nach der Wanderung so enthusiastisch ausgekoffert, dass eine Rilke-Ausgabe in die Glut gefallen sei.
Konjunktiv I Futur 1: Betty vermutet in einem Brief an Anna, ihr Urenkel werde seinen Koffer in St. Moritz erst dann auskoffern, wenn er sicher sei, dass er nicht noch am selben Abend weiterfliege.
Konjunktiv I Futur 2: Tims Schülerin aus Buenos Aires tippt ihm, er werde seinen Rucksack in Rio nach dem Karneval wohl längst ausgekoffert haben, bevor er überhaupt ein Hotel gebucht habe.
Konjunktiv II Präteritum: Wenn die Nachteule mit dem Matcha Latte weniger spontan reiste, würde sie ihren Koffer vielleicht sogar planvoll auskoffern, statt alles auf dem Boden zu verteilen.
Konjunktiv II Plusquamperfekt: Hätte Tim in Basel beim Vermieter übernachtet, hätte er seinen Koffer garantiert nie ausgekoffert — zu sauber, zu ordentlich, zu wenig Chaos für seinen Geschmack.
Konjunktiv II Futur 1: Ohne Bettys großzügige Unterstützung würde der Influencer seinen abgenutzten Koffer in deutlich weniger Hotelzimmern rund um die Welt auskoffern können.
Konjunktiv II Futur 2: Wäre Lara nicht plötzlich nach Tibet verschwunden, würde Tim seinen Koffer in Seoul heute wohl mit etwas mehr Leichtigkeit ausgekoffert haben.
Imperativ Präsens: »Kofferst du endlich aus und gönnst dir eine Pause vom Reisen?«, fragt Bettys Stimme auf dem Anrufbeantworter, sanft aber bestimmt.
Partizip Perfekt: Hastig ausgekoffert und wieder ebenso hastig eingepackt — so beschreibt der Schüler aus Toronto Tims Verhältnis zu seinen Unterkünften in einer Sprachnachricht.
Partizip Präsens: Seinen Rucksack mit gewohnter Begeisterung auskoffernd, findet der Postkartensammler zwischen zwei verknitterten Postkarten aus Goa noch immer einen alten Zettel mit Laras Handynummer.
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