Indikativ Präsens: Der Barista im Café um die Ecke bemäkelt Tims tägliche Matcha-Latte-Bestellung mit Hafermilch, als wäre sie ein persönlicher Angriff auf die Kaffeekultur.
Indikativ Perfekt: Seit er als Kind aus Berlin nach Basel gezogen ist, hat der Globetrotter die übertriebene Ordentlichkeit der Schweizer in jedem Gespräch bemäkelt.
Indikativ Präteritum: Als der Schüler aus Buenos Aires sein erstes Deutsch-Essay einschickte, bemäkelte Tim nur die Kommasetzung — und lobte den Rest ausgiebig.
Indikativ Plusquamperfekt: Bevor Betty das Brandenbutt Hotel für eine Renovierung schloss, hatte sie jede Kleinigkeit an Tims Zimmerordnung bemäkelt, obwohl er ihr Liebling war.
Indikativ Futur 1: Der Deutschtrainer aus Berlin wird auch auf seinem nächsten Surf-Trip nach Kapstadt jede schlechte Postkartenschrift seiner Mitreisenden unerbittlich bemäkeln.
Indikativ Futur 2: Bis Tim endlich in St. Moritz Ski fährt, wird Anna seine spontane Reiseplanung mindestens zwanzigmal bemäkelt haben — und trotzdem lächelnd zugewunken haben.
Konjunktiv I Präsens: Anna berichtet Betty am Telefon, ihr Sohn bemäkele das Basler Stadtbild bei jeder Gelegenheit, als ob er persönlich für das Chaos in Berlin verantwortlich wäre.
Konjunktiv I Perfekt: Ein Mitreisender im Schwarzwald erzählt, Tim habe auf der ganzen Wanderung die fehlenden Wegweiser bemäkelt, dabei aber selbst dreimal die Karte falsch gehalten.
Konjunktiv I Futur 1: Bettys Hotelmanager meldet, der Urenkel der Chefin werde beim nächsten Besuch im Brandenbutt Hotel gewiss wieder jede neu eingerichtete Zimmerlampe bemäkeln.
Konjunktiv I Futur 2: Ein Schüler aus Sydney schreibt in sein Lerntagebuch, sein Coach werde bis zum Ende des Kurses wohl jede seiner Aussprachen mindestens einmal bemäkelt haben.
Konjunktiv II Präteritum: Wäre Lara nicht auf ihrem Retreat in Tibet, bemäkelte sie bestimmt Tims neue Postkarte aus Seoul — wie sie es früher immer mit seinen Reisefotos tat.
Konjunktiv II Plusquamperfekt: Hätte der Postkartensammler nicht ständig die Menükarte in jedem Neuköllner Döner-Laden bemäkelt, wäre er womöglich schneller als Stammgast akzeptiert worden.
Konjunktiv II Futur 1: Ohne Bettys nachsichtige Art würde Tim seine eigene Tollpatschigkeit bei Frauen wohl deutlich weniger charmant bemäkeln und einfach schweigen.
Konjunktiv II Futur 2: Wäre der Influencer je wirklich in Basel geblieben, würde er die akkurate Schweizer Pünktlichkeit nach einem Jahr kaum noch bemäkelt haben — aus purer Gewöhnung.
Imperativ Präsens: »Bemäkeln Sie ruhig meine Grammatik«, sagt Tim zu seiner neuen Schülerin aus Tokio, »genau dafür bin ich da — und dafür, dass wir danach gemeinsam lachen.«
Partizip Perfekt: Von Betty seit jeher liebevoll bemäkelt, hat Tim trotzdem eine tiefe Bewunderung für seine Urgroßmutter und ihre klare Meinung zu allem entwickelt.
Partizip Präsens: Jede neue Postkarte seiner Sammlung kritisch bemäkelnd, sortiert die Nachteule mit dem Matcha Latte die Karten nach Druckqualität, bevor er sie in sein Reiseregal stellt.
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