Indikativ Präsens: Vor jeder neuen Reise beteuert der Globetrotter aus Berlin, diesmal wirklich weniger Postkarten zu kaufen — und schleppt am Ende wieder einen ganzen Stapel nach Hause.
Indikativ Perfekt: Seinem Schüler aus Sydney hat Tim beteuert, die Sieben-Uhr-Stunde pünktlich zu beginnen, auch wenn er dafür um sechs aufstehen muss.
Indikativ Präteritum: Als er Lara nach ihrem ersten gemeinsamen Abendessen unter dem Berliner Himmel stehen ließ, beteuerte er noch, er werde sich melden.
Indikativ Plusquamperfekt: Bevor Anna die neue Stelle in Basel annahm, hatte ihr Sohn ihr immer wieder beteuert, er komme bestimmt regelmäßig zum Besuch — doch daraus wurde nichts.
Indikativ Futur 1: Der Deutschtrainer wird Betty beim nächsten Besuch im Brandenbutt Hotel wieder beteuern, dass er bald öfter in Berlin bleiben wird.
Indikativ Futur 2: Bis seine Schüler aus Buenos Aires das Kursende feiern, wird Tim ihnen mindestens ein Dutzend Mal beteuert haben, dass Berliner Slang das Wichtigste überhaupt sei.
Konjunktiv I Präsens: Betty erzählt den Hotelgästen im Brandenbutt, ihr Urenkel beteure stets, das Reisen mache ihn glücklicher als jeder feste Wohnsitz je könnte.
Konjunktiv I Perfekt: Annas Nachbarin in Basel berichtet, Tim habe beim letzten Besuch hoch und heilig beteuert, er werde das Chaos in Neukölln gegen keine andere Stadt der Welt eintauschen.
Konjunktiv I Futur 1: Ein Mitreisender im Schwarzwald schreibt in seinem Reiseblog, der Berliner Coach werde sicher wieder beteuern, nur kurz durch Deutschland zu fahren — und dann drei Wochen bleiben.
Konjunktiv I Futur 2: Tims Schüler aus Seoul vermutet, der Postkartensammler werde nach zwanzig Städten in Asien beteuert haben, jede einzelne sei seine absolute Lieblingsstadt gewesen.
Konjunktiv II Präteritum: Wenn Lara heute aus Tibet zurückkäme, beteuerte Tim ihr gegenüber wahrscheinlich wieder, er habe sich nie wirklich von ihr verabschiedet.
Konjunktiv II Plusquamperfekt: Hätte der Barista im Café um die Ecke nicht gelacht, hätte Tim nie beteuert, seinen Matcha Latte mit Hafermilch und Vanille selber zubereiten zu können.
Konjunktiv II Futur 1: Ohne Bettys großzügige Unterstützung würde der Influencer kaum so selbstsicher beteuern, dass er irgendwann in Kapstadt oder Sydney sesshaft werden könnte.
Konjunktiv II Futur 2: Wäre Tim wirklich in Basel geblieben, würde er heute wohl beteuert haben, die Ordnung dort nie vermisst zu haben — und alle würden ihm kein Wort glauben.
Imperativ Präsens: »Beteuern Sie es ruhig, so oft Sie wollen«, sagt Tim seinem Schüler aus Toronto, »aber irgendwann muss Ihr Deutsch eben auch in der freien Wildbahn funktionieren.«
Partizip Perfekt: Lautstark beteuert, diesmal keinen einzigen Karneval-Umzug in Rio zu verpassen, bucht Bettys Urenkel schon in der Silvesternacht das nächste Flugticket nach Brasilien.
Partizip Präsens: Seinen Schülern aus Tokio seine tiefe Liebe zum verrückten Berlin-Deutsch beteurend, merkt der Nachtschwärmer mit dem Matcha Latte kaum, dass es draußen längst hell geworden ist.
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