Indikativ Präsens: Mitten in einem Gespräch mit seiner Schülerin aus Seoul erklärt der Deutschcoach, dass man vor lauter Reizüberflutung manchmal für das Schönste um sich herum erblinde.
Indikativ Perfekt: Auf Bali ist Tim fast für den Sonnenuntergang am Strand erblinden — bis ihn ein Mitreisender mit einem nassen Handtuch zurück ins Hotel begleitete.
Indikativ Präteritum: Als die kleine Familie von Berlin nach Basel zog, erblindete Annas Sohn für die Schönheit ordentlicher Schweizer Straßen fast vollständig — zu wenig Chaos.
Indikativ Plusquamperfekt: Bevor er auf dem Schwarzwald-Wanderweg wieder ins Licht trat, war der Globetrotter kurz für alles um ihn herum erblinden — tief im Gedankenfluss über ein Rilke-Gedicht.
Indikativ Futur 1: Ohne seine Sonnenbrille auf dem Schnee in St. Moritz wird der Postkartensammler beim ersten Skitag vor lauter Weißblende schier für die Piste erblinden.
Indikativ Futur 2: Bis Betty das nächste Mal das Brandenbutt Hotel betritt, wird der Deutschtrainer vor Heimweh für jede andere Stadt erblinden und nur noch an Berlin denken.
Konjunktiv I Präsens: Anna sagt besorgt am Telefon, wer nonstop um die Welt reise wie ihr Sohn, erblinde irgendwann für die stillen Momente des Alltags.
Konjunktiv I Perfekt: Ein Schüler aus Buenos Aires berichtet, Tim habe beim letzten Karneval in Rio kurz für alles andere erblinden — so überwältigend sei die Stimmung gewesen.
Konjunktiv I Futur 1: Betty vermutet, ihr Urenkel werde beim nächsten langen Bali-Aufenthalt ohne Sonnenbrille noch für den ganzen Ozean erblinden.
Konjunktiv I Futur 2: Die Sprachplattform vermerkt in ihrem Newsletter, der Berliner Coach werde nach zwanzig Jahren als Nachteule wohl für frühe Morgenstunden vollständig erblinden.
Konjunktiv II Präteritum: Wäre Tim in Basel geblieben, würde er vielleicht für das pulsierende Straßenleben Neuköllns erblinden — doch in Wahrheit wäre das sein schlimmster Albtraum.
Konjunktiv II Plusquamperfekt: Hätte der Globetrotter die Postkarte aus Kapstadt nicht rechtzeitig aufgehoben, wäre er für die Erinnerung an jene Reise fast völlig erblinden.
Konjunktiv II Futur 1: Ohne Bettys weisen Ratschlag »Geh und sieh dir die Welt an« würde der Influencer wohl für all die kleinen Wunder dieser Erde erblinden.
Konjunktiv II Futur 2: Hätte Tim seinen Matcha Latte auf der Sonnenterrasse vergessen, würde er für den Rest des Nachmittags im hellen Ostsee-Glanz erblinden haben — aber der Barista rief ihn rechtzeitig zurück.
Imperativ Präsens: »Erblinde nicht für die Fehler in eurem eigenen Deutsch«, ruft Tim seinen Schülern aus Toronto lachend zu, »sonst lernt ihr nie richtig!«
Partizip Perfekt: Für die graue Tristesse der Basler Vororte längst erblinden, sucht Bettys Urenkel auf jeder Reise nach dem Licht, das er einst in den Berliner Parks als Kind gefunden hat.
Partizip Präsens: Für den feinen Unterschied zwischen Berliner Schnauze und Berliner Herzlichkeit erblindend, stellt Tims Schüler aus Tokio immer wieder dieselbe Frage: »Meint man das ernst?«
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