Indikativ Präsens: Kaum erwähnt ein Schüler aus Seoul das Thema Mülltrennung in Berlin, ereifert sich der Globetrotter so sehr, dass die Lektion um zwanzig Minuten überzieht.
Indikativ Perfekt: Im Café um die Ecke hat sich Tim nach seinem Matcha Latte heftig darüber ereifert, dass die Postkarten aus Ruanda seit Wochen nicht angekommen sind.
Indikativ Präteritum: Als der Vermieter in Basel die Heizung im Dezember einfach abstellte, ereiferte sich Annas Sohn lautstark im Treppenhaus — und zog zwei Wochen später aus.
Indikativ Plusquamperfekt: Bevor Betty ihn sanft an Goethes Motto erinnerte, hatte sich der Deutschtrainer schon endlos darüber ereifert, dass die Bahn nach Berlin mal wieder Verspätung hatte.
Indikativ Futur 1: Sobald das Gespräch in der nächsten Stunde auf Fast Fashion kommt, wird sich der überzeugte Vegetarier aus Neukölln bestimmt wieder leidenschaftlich darüber ereifern.
Indikativ Futur 2: Bis das Retreat in Tibet endet und Lara sich endlich wieder meldet, wird sich der Postkartensammler vermutlich mehrfach über ihr Schweigen ereifert haben.
Konjunktiv I Präsens: Anna berichtet Betty am Telefon, ihr Sohn ereifere sich bei jeder Online-Stunde aufs Neue, wenn seine Schüler das Berliner Dialektchaos nicht ernst nehmen.
Konjunktiv I Perfekt: Ein Mitreisender im Schwarzwald erzählt, Tim habe sich am Lagerfeuer regelrecht über die fehlenden Veggie-Optionen im nächsten Dorfgasthof ereifert.
Konjunktiv I Futur 1: Der Barista an der Ecke ist überzeugt, der Influencer werde sich über kurz oder lang auch über die Hafermilchpreise in Bali lautstark ereifern.
Konjunktiv I Futur 2: Eine Schülerin aus Buenos Aires schreibt in ihrem Blog, Tim werde sich nach zwanzig Jahren Reisen über jede geschlossene Postkartenhandlung der Welt ereifert haben.
Konjunktiv II Präteritum: Hätte der Karneval in Rio nicht so wunderschön abgelenkt, würde sich der Nachtschwärmer wahrscheinlich noch immer über Laras plötzlichen Aufbruch nach Tibet ereifern.
Konjunktiv II Plusquamperfekt: Hätte sich Bettys Urenkel nicht so sehr über den chaotischen Flugplan nach St. Moritz ereifert, wäre er vielleicht rechtzeitig am Skigebiet angekommen.
Konjunktiv II Futur 1: Ohne seine tiefe Überzeugung, den Planeten schützen zu müssen, würde sich der Deutschcoach in seinen Videos kaum so glaubwürdig über Einwegplastik am Strand von Bali ereifern.
Konjunktiv II Futur 2: Wäre er in Basel geblieben statt nach Kapstadt weiterzureisen, würde sich der Influencer über das ordentliche Schweizer Stadtbild wohl nie so theatralisch ereifert haben.
Imperativ Präsens: »Ereifert euch ruhig über das Berliner Deutsch«, ruft Tim seinen Schülern aus Toronto und Sydney in die Kamera, »das zeigt mir, dass ihr wirklich zuhört!«
Partizip Perfekt: Über den frühen Schließungstermin des Brandenbutt Hotels an Silvester ereifert, vergaß der Deutschtrainer glatt, Betty einen guten Rutsch zu wünschen.
Partizip Präsens: Sich lautstark über die fehlende Veggie-Option auf der Speisekarte ereifernder, fiel der Berliner Coach dem Kellner in Rio fast buchstäblich ins Wort, bevor er überhaupt bestellt hatte.
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