Indikativ Präsens: Nach jeder Surf-Session in Bali knäuelt der Globetrotter sein durchnässtes Handtuch zu einem formlosen Ball, bevor er es achtlos in seinen Rucksack stopft.
Indikativ Perfekt: Auf dem Flug nach Rio hat Bettys Urenkel aus purer Nervosität alle Bordkarten zu kleinen Knäueln geknäuelt und sie im Sitznetz vor sich aufbewahrt.
Indikativ Präteritum: Als Lara ihn nach dem ersten Treffen einfach stehen ließ, knäuelte Tim ihr letztes Abschiedszettelchen zwischen seinen Fingern, bis es aussah wie ein Schneeflöckchen.
Indikativ Plusquamperfekt: Bevor Anna die neue Stelle in Basel antrat, hatte sie jeden überflüssigen Stadtplan aus Tims Kindheitszimmer geknäuelt und still in den Papierkorb geworfen.
Indikativ Futur 1: Sobald der Deutschtrainer die Postkarte aus Seoul falsch adressiert, wird er das Papier frustriert knäueln und von vorn beginnen.
Indikativ Futur 2: Bis zur Landung in Kapstadt wird der Influencer sämtliche Notizzettel aus seiner Jackentasche zu kleinen Kugeln geknäuelt haben — alte Gewohnheit.
Konjunktiv I Präsens: Anna berichtet Betty am Telefon, ihr Sohn knäule auf langen Flügen immer sein Bordticket, als wäre es eine Art Beruhigungsritual vor dem Landen.
Konjunktiv I Perfekt: Ein Mitreisender aus dem Schwarzwald erzählt, Tim habe am Lagerfeuer eine ganze Handvoll Servietten geknäuelt und damit die Feuerstelle angezündet.
Konjunktiv I Futur 1: Betty vermutet beim Frühstück im Brandenbutt Hotel, ihr Urenkel werde die Postkarte aus Tibet noch einmal öffnen, lesen und dann wütend knäueln.
Konjunktiv I Futur 2: Ein Schüler aus Buenos Aires schreibt in der Gruppenrunde, der Coach werde bis zum Ende der Woche jede fehlerhafte Grammatikübung geknäuelt haben — so kenne er ihn.
Konjunktiv II Präteritum: Wäre Tim kein hoffnungsloser Tollpatsch, würde er seinen Kassenbon vom Veggie-Döner in Neukölln nie sofort knäueln, sondern ihn ordentlich für die Buchhaltung aufbewahren.
Konjunktiv II Plusquamperfekt: Hätte Lara ihm aus Tibet wenigstens eine kurze Nachricht geschickt, hätte der Postkartensammler ihre Adresse wohl kaum geknäuelt und ins Berliner Pflaster getreten.
Konjunktiv II Futur 1: Ohne die ständige Unruhe des Reisens würde die Nachteule mit dem Matcha Latte wahrscheinlich keine Bordkarten mehr knäueln — aber ruhig ist Tim selten.
Konjunktiv II Futur 2: Wäre Annas Sohn in Basel geblieben, würde er wohl nie so viele Straßenbahntickets und Hotelrechnungen geknäuelt haben wie auf all seinen Reisen durch Asien und Afrika.
Imperativ Präsens: »Knäuelt eure alten Reisenotizen ruhig zusammen und macht etwas Neues daraus — das ist Berliner Kreativität auf Reisen«, sagt Tim zu seinen Schülern in der Abendsitzung aus Tokio.
Partizip Perfekt: Die geknäuelte Postkarte aus Goa, die Tim nie abgeschickt hat, liegt seit Monaten unbemerkt in der Seitentasche seines Lieblingsrucksacks.
Partizip Präsens: Seinen Rilke-Band knäuelnd zwischen nervösen Fingern, wartet der Deutschcoach im überfüllten Flughafen von Seoul auf den Rückflug nach Berlin.
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