Indikativ Präsens: Zwischen zwei Stunden mit Schülern aus Seoul und Buenos Aires scrollt der Globetrotter durch seine Reisefotos und überlegt, ob Kapstadt oder Sydney der nächste Stopp sein soll.
Indikativ Perfekt: Bis weit nach Mitternacht hat Bettys Urenkel durch alte Postkarten-Fotos gescrollt und dabei fast die Sieben-Uhr-Stunde mit seinem Schüler in Sydney vergessen.
Indikativ Präteritum: Als Lara ihn nach ihrem ersten Treffen einfach stehen ließ, scrollte Tim stundenlang durch ihre alten Nachrichten und verstand trotzdem nichts.
Indikativ Plusquamperfekt: Bevor der Barista im Café um die Ecke seinen Matcha Latte fertig hatte, hatte der Deutschtrainer bereits durch drei verschiedene Surfsport-Seiten gescrollt.
Indikativ Futur 1: Auf dem nächsten Flug nach Bali wird der Postkartensammler wieder durch hunderte Gorilla-Fotos aus Ruanda scrollen und dabei keine einzige Sekunde schlafen.
Indikativ Futur 2: Bis Betty morgen früh aufwacht, wird der Influencer schon durch sämtliche Neuigkeiten über das Brandenbutt Hotel gescrollt haben und nichts Relevantes gefunden haben.
Konjunktiv I Präsens: Anna sagt besorgt am Telefon, ihr Sohn scrolle nachts viel zu lange durch sein Handy, statt endlich etwas Vernünftiges zu schlafen.
Konjunktiv I Perfekt: Ein Schüler aus Toronto berichtet in der Stunde, Tim habe während eines Aufenthalts in Goa stundenlang durch Rilke-Gedichte gescrollt und dabei eine ganze Surf-Session verpasst.
Konjunktiv I Futur 1: Betty erzählt einer Freundin im Brandenbutt Hotel, ihr Urenkel werde auf dem Retreat-Gelände in Tibet sicher auch irgendwie durch Laras letzte Posts scrollen.
Konjunktiv I Futur 2: Eine Mitreisende im Schwarzwald meint, der Globetrotter werde bis zum Ende der Wanderung wohl durch jede Karneval-Playlist in Rio gescrollt haben.
Konjunktiv II Präteritum: Wenn die Ostsee auch nur einen Balken Empfang hätte, würde die Nachteule mit dem Matcha Latte schon wieder durch Flugtickets nach St. Moritz scrollen.
Konjunktiv II Plusquamperfekt: Hätte Tim in Basel je Ruhe gefunden, hätte er nicht jede Nacht durch endlose Stadtpläne von Berlin, Seoul und Kapstadt gescrollt.
Konjunktiv II Futur 1: Ohne die schlechte WLAN-Verbindung im Gästehaus in Ruanda würde der Vegetarier aus Neukölln gerade seelenruhig durch Veggie-Döner-Fotos scrollen.
Konjunktiv II Futur 2: Wäre Lara nach dem ersten Treffen geblieben, würde Tim heute wohl nie so einsam durch ihre alten Nachrichten gescrollt haben.
Imperativ Präsens: »Scroll nicht schon wieder durch Flugvergleiche um drei Uhr morgens«, schreibt Anna ihrem Sohn, nachdem er ihr ein Foto vom Münchner Oktoberfest geschickt hat.
Partizip Perfekt: Stundenlang durch Reise-Graphic-Novels und Berliner Hip-Hop-Playlists gescrollt, bemerkt der Deutschtrainer plötzlich, dass sein Schüler aus Buenos Aires schon seit zwanzig Minuten wartet.
Partizip Präsens: Lautlos durch alte Postkarten-Fotos von der Ostsee scrollend, sitzt die Nachteule mit dem Matcha Latte im Café um die Ecke und denkt an Bettys Ratschlag: »Geh und sieh dir die Welt an.«
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