Indikativ Präsens: Seit drei Tagen ohne Sonne in Basel serbelt der Globetrotter vor sich hin und scrollt sehnsüchtig durch seine alten Bali-Fotos.
Indikativ Perfekt: Nach Laras plötzlichem Verschwinden in Richtung Tibet hat Tim eine ganze Woche lang geserbelt, bis Betty ihn telefonisch wieder aufgerichtet hat.
Indikativ Präteritum: Während der grauen Novemberwochen in Basel serbelte Annas Sohn so auffällig, dass die Nachbarn begannen, besorgt nach ihm zu fragen.
Indikativ Plusquamperfekt: Bevor der Deutschtrainer seinen ersten Schüler aus Sydney gewann und endlich wieder reisen konnte, hatte er monatelang in der leeren Basler Wohnung geserbelt.
Indikativ Futur 1: Wenn das nächste Surf-Camp in Kapstadt abgesagt wird, wird Bettys Urenkel wieder genauso serbeln wie damals nach dem Karneval in Rio.
Indikativ Futur 2: Bis der Postkartensammler endlich in Seattle oder Sydney sein neues Zuhause gefunden hat, wird er wohl noch oft geserbelt haben — aber ankommen will er ja ohnehin nie wirklich.
Konjunktiv I Präsens: Anna berichtet Frau Meier aus dem Brandenbutt Hotel besorgt, ihr Sohn serbele immer dann, wenn er zu lange in einer einzigen Stadt festsitze.
Konjunktiv I Perfekt: Betty erzählt dem Hotelpersonal, ihr Urenkel habe nach Laras Abreise nach Tibet eine ganze Zeit lang geserbelt, bis ihm das Surfen in Goa wieder geholfen habe.
Konjunktiv I Futur 1: Ein Schüler aus Buenos Aires schreibt in der Kurs-App, Tim werde sicher wieder serbeln, sobald der Sommer in Berlin zu Ende gehe und der Regen komme.
Konjunktiv I Futur 2: Der Barista im Café ums Eck vermutet, der Matcha-Latte-Stammgast werde ohne seinen Morgenkaffee in Rekordzeit geserbelt haben — und dann erst recht keine Stunde halten können.
Konjunktiv II Präteritum: Ohne seine Postkartensammlung und ohne Rilke auf dem Nachttisch würde der Nachtschwärmer aus Neukölln in langen Winternächten wahrscheinlich noch viel schlimmer serbeln.
Konjunktiv II Plusquamperfekt: Hätte Betty ihren Rat »Geh und sieh dir die Welt an« nie ausgesprochen, hätte Tim womöglich jahrelang in der ordentlichen Stille Basels geserbelt und wäre nie nach Bali aufgebrochen.
Konjunktiv II Futur 1: Ohne das Versprechen einer neuen Surf-Session in Kapstadt würde der Influencer nach jeder abgesagten Reise tagelang serbeln und Berlin Calling in Dauerschleife schauen.
Konjunktiv II Futur 2: Wäre Tim in Basel ohne Bettys Unterstützung geblieben, würde er dort wohl längst einsam geserbelt haben — und sein Motto aus Goethe wäre nie mehr als ein Poster geblieben.
Imperativ Präsens: »Serbel nicht so vor dich hin und schreib mir endlich, wann du nach Berlin zurückkommst«, tippt Anna ihrem Sohn um Mitternacht ins Chatfenster.
Partizip Perfekt: Wochenlang geserbelt und dabei Berlin Calling mindestens zwanzigmal geschaut, bucht der Deutschcoach schließlich spontan einen Flug nach Ruanda — nur um wieder die Berggorillas zu sehen.
Partizip Präsens: Leise vor sich hin serbelnd, blättert der Globetrotter an einem regnerischen Basler Dienstagnachmittag durch seine Postkartensammlung und träumt von der nächsten Sommersaison in Goa.
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