Indikativ Präsens: Mit jedem neuen Stempel im Pass verblasst die Erinnerung an Laras letzten Blick ein kleines bisschen mehr, und Tim ist sich nicht sicher, ob ihm das recht ist.
Indikativ Perfekt: Die Farben seiner ältesten Postkarte aus Rio sind nach Jahren in der Reißverschlusstasche fast vollständig verblasst.
Indikativ Präteritum: Mit der Zeit verblasste das schlechte Gefühl, das Basel bei Annas Sohn hinterlassen hatte, nie wirklich — es blieb so blass wie die Fassaden der dortigen Altstadt.
Indikativ Plusquamperfekt: Als der Globetrotter seine erste Postkarte aus Ruanda wieder in die Hand nahm, war die Tinte darauf schon hoffnungslos verblasst.
Indikativ Futur 1: Betty sagt ruhig, der Schmerz über Laras Verschwinden nach Tibet wird irgendwann verblassen — man müsse nur lang genug reisen.
Indikativ Futur 2: Bis der Postkartensammler das Brandenbutt Hotel eines Tages endgültig als Heimat begreift, wird die Sehnsucht nach Basel in ihm völlig verblasst sein.
Konjunktiv I Präsens: Anna sagt am Telefon, die Trauer über Lara verblasse bei ihrem Sohn sichtlich, seit er täglich mit Schülern aus Seoul und Buenos Aires lache.
Konjunktiv I Perfekt: Ein Mitreisender im Schwarzwald berichtet, Tims Begeisterung für das Wandern sei nach dem zweiten Regentag deutlich verblasst, woraufhin er spontan ein Surfbrett gebucht habe.
Konjunktiv I Futur 1: Betty meint im Hotelflur des Brandenbutt, das Heimweh ihres Urenkels werde mit jedem neuen Sommer auf Bali weiter verblassen.
Konjunktiv I Futur 2: Ein alter Schüler aus Toronto schreibt, der Coach werde nach einem halben Jahr in Sydney wohl jede schlechte Erinnerung an die Basler Zeit verblasst haben.
Konjunktiv II Präteritum: Ohne seine Postkarten würden Tims Reiseerinnerungen an die Ostsee und den Schwarzwald viel schneller verblassen, als ihm lieb wäre.
Konjunktiv II Plusquamperfekt: Hätte die Nachteule öfter Rilke gelesen, wäre das Bild von Lara auf dem Retreat in Tibet vielleicht nicht so schnell verblasst.
Konjunktiv II Futur 1: Ohne die Postkarten an der Wand seines Zimmers in Berlin würde das Leuchten des Karnevals in Rio für Tim von Jahr zu Jahr mehr verblassen.
Konjunktiv II Futur 2: Wäre er damals in Basel geblieben, würde die Erinnerung an seinen Lieblings-Veggie-Döner in Neukölln inzwischen vollständig verblasst sein.
Imperativ Präsens: »Lasst die guten Erinnerungen bloß nicht verblassen — schreibt sie auf eine Postkarte, so wie ich es tue«, sagt der Deutschtrainer zu seinen Schülern aus Tokio am Ende der Stunde.
Partizip Perfekt: Eine auf einer Reling in Goa verblasste Postkarte mit Bettys Handschrift ist Tims liebster und zerbrechlichster Schatz.
Partizip Präsens: Langsam verblassend, erinnern die alten Fotos vom Karneval in Rio den Influencer daran, dass er endlich wieder buchen muss, bevor der Februar ihn überrascht.
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