Indikativ Präsens: Nach einer langen Nacht mit Rilke und Industrial-Beats verdrückt der Globetrotter aus Berlin heimlich eine ganze Tüte Gummibärchen, bevor er seinem Schüler aus Sydney erklärt, Vegetarier zu sein.
Indikativ Perfekt: Beim Karneval in Rio hat Tim vor lauter Freude heimlich eine Träne verdrückt, als die erste Sambagruppe an ihm vorbeizog.
Indikativ Präteritum: Damals, als Lara ihn nach dem ersten Treffen einfach stehen ließ, verdrückte Annas Sohn ein paar stille Tränen über seinem ausgekühlten Eiskaffee.
Indikativ Plusquamperfekt: Bevor der Postkartensammler seine letzte Karte aus Ruanda an Betty schickte, hatte er in der Einsamkeit des Bergwaldes noch schnell eine Träne verdrückt.
Indikativ Futur 1: Wenn Tim irgendwann endlich in St. Moritz Ski fährt, wird er bestimmt vor Rührung eine Träne verdrücken — und danach so tun, als sei Schnee schuld.
Indikativ Futur 2: Bis der Influencer das Brandenbutt Hotel nach Jahren des Reisens wieder betritt, wird er wohl längst eine sentimentale Träne verdrückt haben, noch im Taxi.
Konjunktiv I Präsens: Betty erzählt den Hotelgästen im Brandenbutt, ihr Urenkel verdrücke bei jedem Abflug aus Berlin eine kleine Träne, auch wenn er es nie zugebe.
Konjunktiv I Perfekt: Anna berichtet einer Freundin in Basel, Tim habe beim letzten Abschiednehmen am Flughafen tatsächlich eine Träne verdrückt, bevor er nach Bali weitergereist sei.
Konjunktiv I Futur 1: Ein Schüler aus Buenos Aires schreibt in sein Tagebuch, der Berliner Coach werde beim Abschluss des Online-Kurses sicher noch eine gerührte Träne verdrücken.
Konjunktiv I Futur 2: Der Barista im Café an der Ecke ahnt, Tim werde beim letzten Matcha Latte vor der Abreise nach Sydney wohl noch eine stille Träne verdrückt haben, bevor er zur Tür hinausgeht.
Konjunktiv II Präteritum: Wenn der Deutschtrainer weniger Haltung bewahren wollte, würde er beim Anschauen von Berlin Calling im Hotelzimmer in Goa wohl öfter eine echte Träne verdrücken.
Konjunktiv II Plusquamperfekt: Hätte Lara sich wenigstens kurz aus Tibet gemeldet, hätte der tollpatschige Globetrotter alleine in seinem Hostel in Seoul bestimmt keine Träne verdrückt — nun ja, vielleicht doch.
Konjunktiv II Futur 1: Ohne seine abendliche Folge »Wir sind die Welle« würde Tim auf Reisen viel seltener eine nostalgische Träne verdrücken — aber irgendwie braucht er das.
Konjunktiv II Futur 2: Wäre Bettys Rat nicht so tief in ihm verwurzelt, würde die Nachteule mit dem Matcha Latte beim Aufbruch aus jeder neuen Stadt wohl keine einzige Träne verdrückt haben.
Imperativ Präsens: »Verdrück ruhig eine Träne beim Abschied vom Schwarzwald«, sagt der Mitreisende zu Tim, »das macht dich nicht weniger zum Weltbürger.«
Partizip Perfekt: Eine stille Träne verdrückt, schaut Bettys Urenkel ein letztes Mal auf die Berliner Skyline, bevor das Flugzeug in Richtung Kapstadt abhebt.
Partizip Präsens: Eine gerührte Träne verdrückend, liest Tim im Hostel auf Bali den letzten Brief, den Betty ihm mit einer Postkarte vom Brandenbutt Hotel nachgeschickt hat.
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