Indikativ Präsens: Vor jeder neuen Reise zügelt der Postkartensammler seinen Kaufrausch kaum — dabei ist der Koffer nach Bali schon jetzt randvoll.
Indikativ Perfekt: Beim Karneval in Rio hat Tim seine Begeisterung keinen einzigen Abend lang gezügelt, und das sieht man auf jedem seiner Reisefotos.
Indikativ Präteritum: Als der Globetrotter nach dem ersten Treffen mit Lara drei Nachrichten hintereinander schickte, zügelte er sich danach wenigstens beim vierten Anlauf.
Indikativ Plusquamperfekt: Bevor Betty ihm das Budget für St. Moritz freigab, hatte Annas Sohn seine Träume vom Skifahren nie besonders gezügelt — er hatte sie einfach laut ausgesprochen.
Indikativ Futur 1: Im stillen Basel wird der Nachtschwärmer mit dem Matcha Latte seinen Bewegungsdrang wohl trotzdem kaum zügeln, auch wenn Anna das sehr gerne sähe.
Indikativ Futur 2: Bis das Frühjahr den nächsten Karneval ankündigt, wird Tim seinen Flugbuchungs-Impuls sicher nicht ein einziges Mal gezügelt haben.
Konjunktiv I Präsens: Anna berichtet einer Freundin am Telefon, ihr Sohn zügle weder seine Ausgaben noch seinen Reisetrieb — Betty sei da die einzige Bremse.
Konjunktiv I Perfekt: Betty erzählt den Stammgästen im Brandenbutt Hotel, ihr Urenkel habe seinen Enthusiasmus für Surfen in Kapstadt nie wirklich gezügelt.
Konjunktiv I Futur 1: Ein Schüler aus Sydney schreibt ins Kursforum, Tim werde seinen Redeschwall über Berliner Hip-Hop auch in der nächsten Stunde nicht zügeln.
Konjunktiv I Futur 2: Der Barista an der Ecke meint, der Influencer werde seinen Postkartensammel-Ehrgeiz nach zwanzig weiteren Städten längst gezügelt haben — aber er glaube das selbst nicht.
Konjunktiv II Präteritum: Wenn die Nachteule aus Berlin weniger Heimweh hätte, würde sie ihren Drang, jeden Abend Berlin Calling zu schauen, vielleicht besser zügeln.
Konjunktiv II Plusquamperfekt: Hätte Lara ihn damals nicht so abrupt verlassen, hätte Tim seinen Charme wohl nicht so hemmungslos gezügelt — er wäre einfach er selbst gewesen.
Konjunktiv II Futur 1: Ohne Bettys sanfte Mahnung würde der Globetrotter seinen Hunger nach neuen Briefmarken und Postkarten im nächsten Andenkenladen wieder mal gar nicht zügeln.
Konjunktiv II Futur 2: Wäre Tim je wirklich sesshaft geworden, würde er seinen Reisedrang inzwischen wohl etwas gezügelt haben — doch in Berlin heißt es nun mal: nächste Woche Ostsee.
Imperativ Präsens: »Zügle deinen Postkartenkauf ein bisschen, bevor du nach Goa fliegst — dein Rucksack übersteht das nicht nochmal«, schreibt Anna ihrem Sohn mit drei Ausrufezeichen.
Partizip Perfekt: Nur mühsam gezügelt, bricht Tims Begeisterung für Rilke mitten in einer Online-Stunde mit einem Schüler aus Buenos Aires wieder ungebremst durch.
Partizip Präsens: Den eigenen Tatendrang kaum zügelnd, bucht der Deutschtrainer aus Berlin zwischen zwei Unterrichtsstunden kurzerhand einen Flug nach Ruanda.
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