Conditional sentences using wenn in German

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Conditional sentences using wenn

Conditional sentences mostly use wenn (if/when). The condition comes immediately after wenn, and the result comes in the other part of the sentence (without wenn).

Wenn die Sonne scheint, treffen wir uns im Biergarten.

When the sun shines, we meet in the beer garden.

Tim würde eine Reise machen, wenn er Geld hätte.

Tim would go travelling if he had any money.

These are the main types of conditional sentence:

  • "Real" condition sentences: the condition is possible wenn (if/when) + present tense + present tense

Wenn du in die Schweiz fährst, kaufst du Schokolade. fahren, Präsenskaufen, Präsens

When you travel to Switzerland, you buy chocolate. 

Wenn du mir hilfst, bin ich schneller fertig. helfen, Präsens sein, Präsens

If you help me, I'll be done more quickly. (English uses the future here where German uses the present)

  • "Unreal" condition sentences: the condition is probably or definitely not possible → wenn (if) + subjunctive II + subjunctive II

Wenn ich ein Vogel wäre, würde ich zu dir fliegen. sein, Konj. II Präteritumwerden, Konj. II Präteritum

If I were a bird I would fly to you.

Wenn wir nicht arbeiten müssten, würden wir im Bett bleiben. müssen, Konj. II Präteritumwerden, Konj. II Präteritum

If we didn't have to work, we would stay in bed.

Wenn du mir helfen würdest, wäre ich schneller fertig. werden, Konj. II Präteritumsein, Konj. II Präteritum

If you helped me, I'd be done more quickly.

Note: sometimes conditional sentences don't use wenn (if). The meaning is still the same.

Wenn wir Yoga machen, sind wir entspannt. → Machen wir Yoga, sind wir entspannt.

When we do yoga, we are relaxed. (same meaning for both sentences)

Wenn ich ein Hund wäre, würde ich bellen. → Wäre ich ein Hund, würde ich bellen.

If I were a dog, I would bark. (same meaning for both sentences)


Exercise 1

Beginnt der Bedingungssatz mit oder ohne wenn?

en

du mir helfen würdest, wäre ich dir dankbar.

Tim wird nach Berlin kommen, er Lust hat.

hätte ich Geld, würde ich zum Frühstück Kaviar essen.


Beginnt der Bedingungssatz mit oder ohne wenn?

en

Wenn 1 du mir helfen würdest, wäre ich dir dankbar.

Tim wird nach Berlin kommen, wenn 2 er Lust hat.

[-] 3 hätte ich Geld, würde ich zum Frühstück Kaviar essen.

1 Wenn: Wenn du mir helfen würdest, wäre ich dir dankbar. Steht das konjugierte Verb am Schluss des Bedingungssatzes (würdest), fängt der Satz mit wenn an. Beispiel: Wenn du auf meine Kinder aufpasst, gehe ich einkaufen. en
1 [-]: Bedingungssätze ohne wenn stehen vor der Folge und beginnen mit dem konjugierten Verb. Beispiel: Würdest du mir helfen, wäre ich dir dankbar. en
2 wenn: Tim wird nach Berlin kommen, wenn er Lust hat. Steht die Bedingung (Lust haben) nach der Folge (nach Berlin kommen), beginnt der Satz mit wenn. Beispiel: Ich esse Strudel, wenn ich in Wien bin. en
2 [-]: Bedingungssätze ohne wenn stehen vor der Folge und beginnen mit dem konjugierten Verb. Beispiel: Hat Tim Lust, wird er nach Berlin kommen. en
3 [-]: Hätte ich Geld, würde ich zum Frühstück Kaviar essen. Startet der Bedingungssatz mit dem konjugierten Verb (hätte), benutzt man kein wenn. Beispiel: Könnte ich Englisch sprechen, würde ich nach England reisen. en
3 Wenn: Obwohl am Anfang eine Bedingung steht, kann hier nicht wenn stehen: Nach wenn muss das Subjekt (ich) folgen und kein Verb (hätte). Beispiel: Wenn ich Geld hätte, würde ich zum Frühstück Kaviar essen. en
Exercise 2

Wählen Sie die richtige Verbform.

en

Wenn es , bleiben wir zu Hause.

Wenn Anna das Hotel verkaufen würde, sie nicht in Berlin bleiben.

Wenn wir in München , gehen wir in den Englischen Garten.


Wählen Sie die richtige Verbform.

en

Wenn es regnet 1, bleiben wir zu Hause.

Wenn Anna das Hotel verkaufen würde, würde 2 sie nicht in Berlin bleiben.

Wenn wir in München sind 3, gehen wir in den Englischen Garten.

1 regnet: Wenn es regnet, bleiben wir zu Hause. Wenn die Folge im Präsens steht (wir bleiben bleiben, Präsens), steht die Bedingung auch im Präsens (es regnet regnen, Präsens). Hiermit drückt man eine Gewissheit aus. Beispiel: Wenn ich schreie, ist es laut. en
1 regnen würde:

Regnen würde ist der Konjunktiv II. Man benutzt ihn, wenn das Verb im zweiten Satzteil auch im Konjunktiv II steht und nicht im Präsens. Beispiel: Wenn die Sonne scheinen würde, wären wir draußen.

en
1 regnete: Regnete ist Präteritum regnen, Präteritum und nicht Präsens. Man verwendet es für die Vergangenheit. Hier kann es nicht in Verbindung mit einem Satzteil im Präsens (bleiben) stehen. Beispiel: Als es regnete, blieben wir zu Hause. en
2 würde: Wenn Anna das Hotel verkaufen würde, würde sie nicht in Berlin bleiben. Wenn das Verb im ersten Satzteil im Konjunktiv II steht (Anna würde verkaufen), steht das Verb im zweiten Satzteil auch im Konjunktiv II (sie würde bleiben). Hier drücken wir eine irreale Bedingung aus. Beispiel: Wenn Betty noch leben würde, würde sie das Hotel weiterführen. en
2 wird: Verkaufen wird ist Futur I verkaufen, Futur 1 und nicht Konjunktiv II. Mit Futur I drückt man ein Ereignis in der Zukunft aus. Beispiel: Wenn du ihr hilfst, wird sie es schaffen. en
2 kann:

(Er/sie/es) kann ist Präsens können, Präsens und nicht Konjunktiv II. Man kann es benutzen, wenn das Verb im ersten Satzteil auch im Präsens steht. Beispiel: Wenn Anna das Hotel verkauft, kann sie in Berlin bleiben.

en
3 sind: Wenn wir in München sind, gehen wir in den Englischen Garten. Wenn die Folge im Präsens steht (wir gehen gehen, Präsens), steht die Bedingung auch im Präsens (wir sind sein, Präsens). Dies drückt eine Gewissheit aus. Beispiel: Wenn ich mehr Sport mache, bin ich fitter. en
3 waren:

Wir/sie waren ist Präteritum sein, Präteritum und nicht Präsens. Das Präteritum verwendet man nicht in Bedingungssätzen mit wenn, sondern um Vergangenes auszudrücken. Beispiel: Als wir in München waren, gingen wir in den Englischen Garten.

en
3 wären:

Wir/sie wären ist der Konjunktiv II sein, Konj. II Präteritum. Man benutzt ihn, wenn das Verb im zweiten Satzteil auch im Konjunktiv II steht und nicht im Präsens. Beispiel: Wenn wir in München wären, würden wir in den Englischen Garten gehen.

en
Exercise 3

Wählen Sie die richtige Verbform.

en

Wenn du in Berlin , würdest du Currywurst essen.

Wenn ich Zeit habe, ich Goethe.

Wenn wir Sport machen würden, wir fit.


Wählen Sie die richtige Verbform.

en

Wenn du in Berlin leben würdest 1, würdest du Currywurst essen.

Wenn ich Zeit habe, lese 2 ich Goethe.

Wenn wir Sport machen würden, wären 3 wir fit.

1 leben würdest: Wenn du in Berlin leben würdest, würdest du Currywurst essen. Wenn das Verb im zweiten Satzteil im Konjunktiv II steht (du würdest essen), steht das Verb im ersten Satzteil auch im Konjunktiv II (du würdest leben). Hier drücken wir eine irreale Bedingung aus. Beispiel: Wenn du blind wärst, könntest du nichts sehen. en
1 leben wirst: Leben wirst ist Futur I leben, Futur 1. Man kann Futur I benutzen, wenn die Bedingung im Präsens steht und nicht im Konjunktiv II. Beispiel: Wenn ich den Job bekomme, werde ich nach Berlin ziehen.
en
1 lebst: Lebst ist Präsens leben, Präsens und nicht Konjunktiv II. Man kann es benutzen, wenn die Bedingung auch im Präsens steht. Beispiel: Wenn du in Berlin lebst, isst du Currywurst. en
2 lese: Wenn ich Zeit habe, lese ich Goethe. Wenn die Bedingung im Präsens steht (ich habe haben, Präsens), kann die Folge auch im Präsens (ich lese lesen, Präsens) stehen. Hiermit drückt man eine Gewissheit aus. Beispiel: Wenn ich nichts zu tun habe, langweile ich mich. en
2 las: Las ist Präteritum lesen, Präteritum und nicht Präsens. Das Präteritum verwendet man nicht in Bedingungssätzen mit wenn, sondern um Vergangenes auszudrücken. Beispiel: Ich las früher Goethe. en
2 werde: Dieser Satz ist zwar grammatikalisch nicht falsch, aber inhaltlich: Goethe werden bedeutet, dass man sich in die Person Goethe verwandelt, was nicht möglich ist. Beispiel: Wenn ich groß bin, werde ich Künstlerin. en
3 wären:

Wenn wir Sport machen würden, wären wir fit. Wenn die Bedingung im Konjunktiv II steht (wir würden machen), steht die Folge auch im Konjunktiv II (wir wären sein, Konj. II Präteritum). Hier drücken wir eine irreale Bedingung aus. Beispiel: Wenn wir genug schlafen würden, wären wir nicht müde.

en
3 waren: Waren ist Präteritum sein, Präteritum und nicht Präsens. Das Präteritum verwendet man nicht in Bedingungssätzen mit wenn, sondern um Vergangenes auszudrücken. Beispiel: Als wir jung waren, waren wir fit. en
3 werden: Werden ist Präsens werden, Präsens und nicht Konjunktiv II. Man kann es benutzen, wenn die Bedingung auch im Präsens steht. Beispiel: Wenn wir Sport machen, werden wir fit. en

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